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Kampf der Subnotebooks:
FSC P8010 vs. Toshiba Portégé R500

Wenn es heute um ultramobile Geräte geht, steht als erstes die Entscheidung zwischen zwei großen Lagern an:
entweder für ein preiswertes Netbook oder aber ein hochpreisiges Subnotebook.
Vorteile beider Geräteklassen sind das geringe Gewicht und die meist kleinen Abmessungen. Allerdings scheiden sich dann auch schon die Geister. Die Netbooks haben, weswegen sie auch so preiswert sind, nur Minimalausstattungen an Board: langsame CPU, kein optisches Laufwerk, wenig RAM, etc.
Das ist bei den teuren Subnotebooks anders. Hier gibt es relativ viel Rechenleistung, großes RAM, optische Laufwerke, UMTS an Bord und vieles mehr.
Dieser Test beschäftigt sich speziell mit zwei Verfechtern der Subnotebooks.
Es tritt das Fujitsu-Siemens P8010 gegen das Toshiba Portégé R500 an.
Welches Subnotebook hat welche Vor- und Nachteile? Was kann man damit machen und was nicht? Diese Fragen versucht dieser Test zu beantworten.

Ganz allgemein muss erst einmal festgestellt werden, warum man sich solch ein Gerät zulegt.
Primär sind das die Forderungen nach geringem Gewicht und kleinen Abmessungen um das Gerät
wirklich immer und überall dabeihaben zu können. Sobald diese Voraussetzungen erfüllt sind, kommt logischerweise der Wunsch nach mobilem Arbeiten (wofür man das Gerät ja eigentlich mitgenommen hat) und damit der Wunsch nach einem tages- und sonnenlicht-tauglichen Display, eingebautem WLAN, Bluetooth und UMTS und einer hohen Akkukapazität und damit Laufzeit.
Ganz generell ist momentan das größte Problem bei Notebooks das Display. Hier bauen die meisten Hersteller leider weiterhin auf der, wie wir finden, irrigen Meinung auf, spiegelende Displays verbauen zu müssen. Klar, diese sehen toll im Vorführregal in Innenräumen aus, aber sobald man damit nur ansatzweise an Sonnenlicht kommt sieht man sich selbst und nichts mehr anderes.
Businessnotebooks haben teilweise auch matte Displays eingebaut, diese sind schon deutlich besser bei (indirektem) Sonnenlicht abzulesen. Es gibt allerdings auch eine dritte Kategorie von Displays, die bereits vor vielen Jahren, beispielsweise in Handys von Motorola, eingesetzt wurden: transreflektive Displays. Hierbei wird die (sonst störende) Sonneneinstrahlung verwendet um das Display zu beleuchten. Dies hat gleich zwei Vorteile: Erstens kann man (endlich) auch wirklich im Sonnenlicht arbeiten und zweitens spart man Akkuleistung da man die Hintergrundbeleuchtung des Displays abschalten kann.
In diesem Test haben wir sowohl einen Verfechter der Spiegeldisplays (FSC P8010) als auch einen Vertreter der transreflektiven Displays (Toshiba Portégé R500) zum direkten Vergleich antreten lassen.

Fujitsu Siemens P8010

Das P8010 von FSC macht beim Auspacken durch das schwarze Klavierlackgehäuse gleich einen sehr schicken Eindruck. Auch das Displayscharnier, welches bei Geräten anderer Marken teilweise problematisch ist, macht hier einen sehr stabilen Eindruck. Einen Nachteil des Gehäuses allerdings sieht man schnell: Es bleiben deutliche Fingerabdrücke zurück, welche immer wieder weggewischt werden möchten damit das Gerät weiterhin so edel aussieht.
Ein weitere negativer Punkt fällt direkt beim ersten Aufklappen auf: das spiegelnde Display. Man sieht sich selbst wie in einem Spiegel und das bereits im Büro, ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Hier stellt sich die Frage, warum ein spiegelndes Display verwendet wurde und damit anscheinend allein das schicke Aussehen des Gerätes im ausgeschalteten Zustand wichtiger war und die ganzen Nachteile, die sich daraus für den mobilen Anwender ergeben, keine Beachtung fanden.
Wir waren etwas erstaunt, dass sich im Karton eines so teuren Notebooks nur ein Netzteil wiederfand. Hier wäre schon angebracht gewesen zwei Netzteile dazuzulegen (z.B. eines für die Arbeit und eines für unterwegs). Das Netzteil wird auch sehr heiß, sodass man bei empfindlichen Unterlagen schon etwas Vorsicht walten lassen muss.
Positiv ist die sehr angenehm zu tippende Tastatur zu erwähnen, genauso wie die enorm leise Arbeitsweise des Lüfters, sodass das Notebook meist kaum zu hören war.
Ebenfalls positiv hervorzuheben sind die beiden Lautsprecher, die trotz ihrer geringen Abmessungen einen guten Klang produzieren. Es gab allerdings hier auch etwas Negatives zu berichten: Wenn das Soundsystem auf „Lautlos“ gestellt wurde, war ein deutliches und störendes Klackern in den Lautsprechern zu hören.
Ein weiterer negativer Punkt ist die Anordnung der Informations-LEDs. Hier ist das Problem dass man diese nicht sehen kann wenn das Display geschlossen ist, d.h. man weiß nicht genau, wann der Laptop den Ruhezustand erreicht hat, wenn man bereits beim Herunterfahren das Display zu klappt bzw. ob das Gerät sich derzeit im Stand-By befindet ohne es aufzuklappen (und damit ein Hochfahren einleitet wenn es sich bereits im Stand-By befunden hat).
Auffallend war auch, dass sich der Displaydeckel bei leichtem Druck deutlich von außen nach Innen durchgedrückt hat.
Als sehr positiv hat sich das eingebaute UMTS-System erwiesen. Die SIM-Karte war leicht und problemlos zu tauschen (wichtig auch für Kunden die ihre Karte häufiger wechseln möchten) und der Empfang war tadellos.
Ein weiterer positiver Punkt zum Thema „mobiles Arbeiten“ sind die eingebaute WebCam und das eingebaute Mikrophon.

Toshiba Portégé R500


Der zweite Kandidat in diesem Test ist das Toshiba Portégé R500. Beim Auspacken dieses Notebooks fällt ebenfalls das schicke Design auf, hierbei allerdings nicht im Klavierlack-Design, sodass keine Fingerabdrücke (außer auf den Buchstaben des Toshiba-Logos) zurückbleiben.
Das R500 ist sehr dünn und wirkt dadurch schlank und elegant.
Es ist mit knapp über einem Kilogramm ca. 200 Gramm leichter als das P8010, trotz eingebautem optischem Laufwerk. Die SSD-Version des R500 wiegt sogar nur 800 Gramm, besitzt dafür aber kein eingebautes optisches Laufwerk.
Negativ fällt dann aber direkt das Netzteil auf, welches für ein solch ultraportables Gerät deutlich zu groß ist. Außerdem ist das Netzteil nicht mit einem zwei-poligen Netzanschluss, sondern einem drei-poligen Anschluss-Stecker mit Kaltgeräte-Stecker am anderen Ende ausgestattet. Dies ist für ein mobiles Arbeitsgerät nicht akzeptabel, denn allein der Kaltgeräte-Stecker benötigt viel zu viel Platz, von dem Problem ganz abgesehen dass man, wenn man den Netzstecker vergessen sollte, beim Kunden ein solches Kabel nicht vorfinden wird und dann ohne Netzkabel dasteht.
In der Anleitung ist interessanterweise sogar neben dieser Version des Netzteils eine zwei-polige Version dargestellt. Da bleibt die Frage offen, warum überhaupt diese drei-polige Version existiert. Händler sollten sollten ihren Kunden direkt bei der Bestellung die Auswahl für eines der beiden Netzteile anbieten.
Auch dieses oben beschriebene Netzteil wird sehr warm, sodass analog zum P8010 etwas auf die entsprechende Wärmefestigkeit der Unterlage geachtet werden sollte.
Ein weiterer absolut negativer Punkt betrifft die Verarbeitung der Maustasten. Diese sind aus billig wirkendem Plastik und die linke Taste lässt sich nur betätigen, wenn man wirklich mittig auf der Taste mit dem Finger drückt, sonst blockiert sie. Außerdem macht sie ein ungutes Knackgeräusch und ist sehr „flexibel“ (wackelig) wenn man horizontal mit dem Finger über sie streicht. Diese schlechte Qualität hätten wir bei solch einem hochpreisigen Gerät nicht erwartet.
Das Gehäuse selbst ist sehr kratzempfindlich, der Akku hatte gleich ein paar Schrammen als wir ihn auf unseren Tisch gelegt und kurz verschoben hatten (es lag wohl ein kleines Sandkörnchen auf dem Tisch). Der Displaydeckel biegt sich hier auch (wie beim P8010) sehr leicht durch, was aber laut Aussagen von Toshiba gewollt ist, um Schäden zu vermeiden. Hierbei drückt sich allerdings das Display auf die Tasten durch und die Kanten der Tasten hinterlassen dann unschöne Abdrücke auf dem Display.
Das Display selbst ist allerdings vor allem für mobile Arbeiter ein Traum. Hier spiegelt nichts, sogar im Biergarten in praller Sonne ist das Display gut abzulesen.
Somit ist endlich das Thema „mobile working“ wirklich möglich und nicht nur ein (leeres?) Versprechen der Marketingteams der Hersteller.
Das Display ist auch bei direktem Sonnenlich perfekt ablesbar und man kann damit, sogar im Worst-Case (direktes Sonnenlicht auf das Display), sehr gut und problemlos arbeiten.
Einziges Problem: Es gibt keine Anzeige, ob die Hintergrundbeleuchtung momentan AN oder AUS ist. Und da man in der Sonne auch auf dem Display keinen Unterschied bemerkt, ist es unmöglich zu wissen, ob man gerade Strom verschwendet und sinnfrei die Beleuchtung an hat (denn man braucht sie ja nicht). Hier wäre eine kleine LED oder eine Anzeige im Info-Feld vorne am Notebook wünschenswert.
Diese Umschaltung ist unverständlicherweise nicht als Hardwarefunktion ausgelegt, sodass nicht sichergestellt ist, dass sich die Beleuchtung unter beispielsweise Linux ausschalten lässt. So ist man auf einen funktionierenden Treiber bzw. ein Extra-Utility angewiesen, um die Hintergrundbeleuchtung deaktiveren bzw. wieder aktivieren zu können. Es gab bei uns teilweise auch schon Probleme damit, die ein Neustart wieder „richten“ konnte. Hier wäre eine Hardware-Schaltung für die Beleuchtung deutlich besser gewesen, die unserer Meinung nach auch kaum Kosten verursacht hätte (simpler Schalter für die Stromversorgung der Beleuchtung).
Das Display an der Front des Gerätes ist unter prallem Sonnenlicht nicht ablesbar, d.h man erkennt nicht, ob die Festplatte gerade etwas macht oder nicht. Man sieht dabei auch die billige Verarbeitung dieses Plastikteils, wenn die Sonne direkt darauf leuchtet.
Weiterhin sieht man dort direkt die Plastiknasen die bei der Herstellung dieses Plastikteils übrigbleiben. Das darf bei einem so hochpreisigen Gerät unserer Meinung nach nicht sein.

Die Tastatur im R500 ist sehr gut zum Tippen geeignet und eignet sich auch zur Erstellung längerer Texte.
Auch beim R500 ist die UMTS-Unterstützung sehr gut gelungen. Der Empfang ist perfekt und das Wechseln der SIM-Karte analog zum P8010.
Ein weiteres interessantes und angenehmes Feature ist das am Gehäuse integrierte Drehrad für die Lautstärkeeinstellung des Kopfhörerausgangs.
Auf der Softwareseite gibt es zum Glück direkt eine DVD mit Windows XP, die wir auch gleich genutzt haben, um uns des lästigen Windows Vista zu entledigen und ein schnelles und trotzdem stabiles Windows zur Verfügung zu haben. Es werden direkt alle benötigten Treiber installiert, sodass auch die Hardware gleich funktioniert.
Auch sonst hat Toshiba interessante Hilfsmittel beigesteuert: Erwähnt sei hier das „Connectivity Utility“ welches, einmal konfiguriert, automatisch zwischen LAN, WLAN und UMTS hin- und herschaltet und so automatisch immer für die beste Verbindung in die Außenwelt sorgt, ohne dass sich der Kunde darum kümmern muss.
Auch für die Sicherheit hat Toshiba etwas auf Lager. Ein Utility, welches überprüft, ob alle Passwörter gesetzt sind, BIOS-Checks aktiviert sind und ggf. Vorschläge zur besseren Absicherung des Gerätes liefert. Es gibt sogar ganz innovative Sicherheitsmechanismen, wie z.B. ein Mobilfunk-Token:
Hierbei wird ein Bluetooth-fähiges Handy verwendet um das R500 automatisch zu sperren, wenn sich das Handy aus dem Empfangsbereich entfernt. Das ist zwar keine absolute Sicherung, aber doch eine kleine Unterstützung für vergessliche Benutzer, wenn sie den Raum verlassen.
Weiterhin gibt es einen BIOS-basierten Fingerabdruck-Check, SD-Tokens, einen BIOS-Timer und einiges mehr.
Weiteres interessantes Feature: Man kann theoretisch (siehe unten) einen USB-Anschluss als USB-Ladeanschluss definieren, der auch bei abgeschaltetem R500 mit Strom versorgt wird. Damit ist es möglich, z.B. ein Handy zu laden obwohl das R500 ausgeschaltet ist.
Unser Gerät hat leider einige Probleme wenn es um das Gedächtnis des BIOS' geht. Einstellungen, wie z.B. die Einstellung zum USB-Auflademodus werden nicht gespeichert.
Auch sonst scheint sich unser Gerät nicht ganz sicher zu sein ob es nun eine SSD oder eine konventionelle Festplatte eingebaut hat.
In unregelmäßigen (aber leider doch sehr häufigen Abständen) wird automatisch ein PDF geöffnet, in dem uns ein Update für das SSD-System empfohlen wird. Leider hat unser Gerät aber keine SSD eingebaut, sondern eine normale Festplatte. Wie man diese Meldung deaktiviert, haben wir noch nicht herausgefunden.
Ein weiteres Thema ist die Docking-Station. Es ist schon sehr schade dass bei einem so hochpreisigen Gerät keine Dockingstation dabei ist. Diese kostet nochmals knapp 200 € extra, und beinhaltet dann auch ein zweites Netzteil.
Die Dockingstation hat neben den normalen Anschlüssen (Power, DVI, VGA, 4*USB, LAN) auch einen externen Einschaltknopf und einen „Auswerfen“-Knopf.
Mit dem Einschaltknopf muss nicht erst das Display hochgeklappt werden, um das Gerät zu aktivieren. Das ist soweit eine gute Idee, aber leider funktioniert das R500 nicht ganz so wie gedacht und gehofft an der Docking-Station:
Wenn das R500 ohne Dockingstation mit einem externen Bildschirm verbunden wird, schaltet das Bild automatisch beim Hochfahren auf das externe Display um.
Wenn das R500 in der Docking-Station steht, ist dem leider nicht so. Auch wenn man das Gerät praktischerweise per externem Knopf anschalten kann, muss trotzdem das Display hochgeklappt werden, um entweder ein Boot-Passwort mit der Tastatur einzugeben (eine Tastatur am USB-Port geht nicht) und dann nochmal, um unter Windows manuell das Display auf „extern“ zu schalten.
Es gibt zwar ein Utility in dem festlegen kann, dass das Notebook direkt das Bild auf dem externen Bildschirm anzeigen soll, das funktioniert nur leider in der Praxis nicht.
Die Docking-Station funktioniert auch nicht, wenn man sie nicht an den Strom anschließt und versucht mit dem Akku des Notebooks zu betreiben. Es funktioniert allerdings, das Notebook ohne Akku (um dem Akku die hohen Temperaturen des Notebooks zu ersparen und damit dessen Lebenserwartung zu verlängern) in die Docking-Station zu stellen und zu betreiben.
Ein Highlight wäre noch ein Audio-Anschluss an der Docking-Station gewesen, um keinerlei Kabel mehr ins R500 einstecken zu müssen und es lediglich in die Docking-Station zu stellen wenn auch die Soundausgabe über eine Stereoanlage/Lautsprecher laufen soll.

Fazit:

Insgesamt machen beide Geräte eine sehr gute Figur, wenn es um Rechenleistung, Aussehen und Portabilität geht. Beide haben alle Funktionen an Bord, um auch unterwegs online zu sein, und machen das mobile Surfen problemlos möglich.
Das große K.O. für das P8010 für echtes mobile Arbeiten ist aber das Display.
Es ist nicht verständlich, dass nicht alle Hersteller mehr auf die Entwicklung und den Einsatz von transreflektiven Displays setzen als auf andere Gimmicks, die dem wirklichen mobilen Arbeiten keinen Mehrwert bringen, vor allem, da das mobile Arbeiten von den meisten Herstellern immer beworben wird.
Was uns bei beiden Herstellern nicht gefallen hat ist die 0900-er Nummer wenn das Gerät aus der Garantiezeit (FSC) oder älter als 90 Tage nach dem Kauf ist (Toshiba). Im Besonderen bei einem so hohen Gerätepreis muss das eine kostenfreie Rufnummer sein, alles andere ist unserer Meinung nach lediglich Abzocke am Kunden.
Ganz generell auch noch unser Hinweis an die Hersteller: Ein kompaktes Notebook benötigt auch ein kompaktes Netzteil, da immer Notebook und Netzteil (+ Netzkabel) mitgenommen werden müssen!
Beides sind sehr gute und schöne Geräte die man bedenkenlos kaufen kann, aber unsere Empfehlung, wenn man wirklich mobil auch draußen oder im Zug/Flugzeug am Fenster arbeiten möchte, geht an das Toshiba Portégé R500.