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Test Toshiba Portégé R600

Wir hatten bereits den Vorgänger des R600, das R500 einem ausführlichen Vergleichstest unterzogen, den Sie hier nachlesen können.

Umso interessierter waren wir, zu sehen, ob sich die „negativen“ Punkte des R500 nun geändert haben und ob der Hersteller aus unserem letzten Test „gelernt“ hat.

Das Gerät gefällt beim Auspacken aufs Neue durch das schicke Design, das geringe Gewicht und die kompakten Abmessungen. Weiterhin positiv ist die matte Oberfläche des Displaydeckels, da sich dort keine Fingerabdrücke sammeln.

Die LEDs an der Gehäusefront wurden von Blau auf Weiß geändert, ob das eine Verbesserung darstellt, ist wohl Geschmackssache.
Die Maustasten, welche beim R500 noch sehr mäßig verarbeitet waren, wurden nun verbessert: es knackt nicht mehr, wenn man über die Tasten fährt und sie lassen sich nun auch bedienen, wenn man nicht genau mittig auf die Tasten drückt.

Nur beim (sehr wichtigen) Thema Netzteil hat Toshiba leider nichts gelernt, hier können wir direkt den Abschnitt aus dem R500-Test wieder verwenden:

Negativ fällt dann aber direkt das Netzteil auf, welches für ein solch ultraportables Gerät deutlich zu groß ist. Außerdem ist das Netzteil nicht mit einem zwei-poligen Netzanschluss, sondern einem drei-poligen Anschluss-Stecker mit Kaltgeräte-Stecker am anderen Ende ausgestattet. Dies ist für ein mobiles Arbeitsgerät nicht akzeptabel, denn allein der Kaltgeräte-Stecker benötigt viel zu viel Platz, von dem Problem ganz abgesehen dass man, wenn man den Netzstecker vergessen sollte, beim Kunden ein solches Kabel nicht vorfinden wird und dann ohne Netzkabel dasteht. In der Anleitung ist interessanterweise sogar neben dieser Version des Netzteils eine zwei-polige Version dargestellt. Da bleibt die Frage offen, warum überhaupt diese drei-polige Version existiert. Toshiba sollte direkt bei der Bestellung die Auswahl für eines der beiden Netzteile anbieten.

Nach dem Test des R500 erhielten wir einige Anfragen, wo man das zwei-polige Netzteil beziehen könnte. Für eine preiswerte Möglichkeit sei hier auf eine große Auktionsplattform verwiesen, wo man solch ein Netzteil preiswert erstehen kann.

Das R600 hat, im Gegensatz zum R500, nun auch einen eSATA-Port, das ist sehr praktisch wenn große Datenmengen schnell kopiert werden müssen. Auch eine, im Displaydeckel integrierte, WebCam ist nun mit an Board.

Weiterhin traumhaft ist das transreflektive Display: auch unter prallem Sonnenschein ist es wunderbar abzulesen und nur so kann man wirklich mobil arbeiten. Denn mit den sonst so gerne von den Herstellern angebotenen Glare-Displays sieht man nur noch sich selbst und sonst nichts mehr, sobald das Umgebungslicht etwas heller wird.

Hier möchten wir nochmals an die Hersteller appellieren, mehr dieser transreflektiven Displays zu verbauen, um den Kunden wirklich mobile Endgeräte zur Seite zu stellen.

Das Umschalten des transreflektiven Modus (sprich: Hintergrundbeleuchtung AN oder AUS) wurde leider beim R600 nicht verbessert, auch hier können wir unsere Kritik von R500 wiederholen:

Einziges Problem: Es gibt keine Anzeige, ob die Hintergrundbeleuchtung momentan AN oder AUS ist. Und da man in der Sonne auch auf dem Display keinen Unterschied bemerkt, ist es unmöglich zu wissen, ob man gerade Strom verschwendet und sinnfrei die Beleuchtung an hat (denn man braucht sie ja nicht). Hier wäre eine kleine LED oder eine Anzeige im Info-Feld vorne am Notebook wünschenswert.
Diese Umschaltung ist unverständlicherweise nicht als Hardwarefunktion ausgelegt, sodass nicht sichergestellt ist dass sich die Beleuchtung unter beispielsweise Linux ausschalten lässt. So ist man auf einen funktionierenden Treiber bzw. ein Extra-Utility angewiesen, um die Hintergrundbeleuchtung deaktiveren bzw. wieder aktivieren zu können. Es gab bei uns teilweise auch schon Probleme damit, die ein Neustart wieder „richten“ konnte. Hier wäre eine  Hardware-Schaltung  für die Beleuchtung deutlich besser gewesen, die unserer Meinung nach auch kaum Kosten verursacht hätte (simpler Schalter für die Stromversorgung der Beleuchtung).

Eine Docking-Station wird leider nicht mitgeliefert, wir empfehlen sie allerdings trotz des stolzen Preises von ca. 200 €, da es sich am Schreibtisch/Büro deutlich einfacher arbeitet, wenn man an einem „normalen“ Bildschirm, Tastatur und Maus sitzt.

Beim R500 musste man sich zwischen „normaler“ Festplatte und DVD-RW-Laufwerk oder SSD (und dann fehlendem DVD-RW-Laufwerk) entscheiden. Beim R600 ist diese (unserer Meinung nach sinnfreie) Begrenzung nun weggefallen: Unser Testgerät hatte eine 512 GB-SSD und das superflache eingebaute DVD-RW-Laufwerk.

Bei Anlieferung war auf dem R600 leider Vista installiert, das konnten wir selbstverständlich nicht so hinnehmen. Das mitgelieferte Windows XP ist zwar deutlich besser als Vista, aber doch schon etwas „angestaubt“. Windows 7 musste auf das Gerät. Dafür lag leider keine DVD bei, daher haben wir direkt eine „normale“ Windows 7 genommen (also keine vorgefertige OEM-Version). Die Installation an sich war kein Problem, aber dann kam das Problem der Treiber und Utiltities.

Hier hat sich Toshiba leider überhaupt nicht mir Ruhm bekleckert. Die Treiber müssen von der deutschen Website umständlichst einzeln heruntergeladen werden, Treiber für das UMTS-Modem fehlen dort komplett. Nach mühsamer Suche sind wir dann auf der US-Website (!!) von Toshiba sowohl über die Treiber für das UMTS-Modem, als auch eine wunderbare kleine Hilfssoftware von Toshiba gestolpert.

Dieses kleine Utility „Toshiba Software Installer for Windows 7“ (Download-Link: http://cdgenp01.csd.toshiba.com/content/support/downloads/tsi4win7.exe) analysiert nach einer Neuinstallation von Windows 7, um welches Notebook es sich handelt und installiert alle benötigten Treiber und Hilfsprogramme (z.B. für die FN-Tasten und das transreflektive Display) komplett automatisch.

Warum ist dieses Programm überhaupt nicht auf der deutschen Seite verfügbar? Und warum wird es auf der US-Seite relativ gut versteckt? Der Link müsste direkt bei den Downloads zu den Notebooks untergebracht sein, denn das Progrämmchen ist praktisch und gut!

Sobald Windows 7 korrekt installiert ist, arbeitet es sich mit dem Notebook wirklich sehr gut. Es wird zwar im Betrieb ziemlich schnell warm (was man am Lüfter deutlich merkt), aber es ist dank der geringen Abmessungen, des geringen Gewichts immer im Rucksack dabei und kann auch wegen des wunderbaren Displays problemlos im Freien verwendet werden.

Fazit:

Trotz einiger Mängel (vorallem die Größe und der Anschluss des Netzteils) ist das R600 ein perfekter Begleiter für alle wirklich mobilen Notebook-Nutzer. Von unserer Seite her eine absolute Empfehlung.